
Ungarn · 75 Minuten · Fleisch · Hauptgang · Für Geübte
Paprikás csirke
Für 4 Personen · metrisch
Ungarisches Paprikahuhn, zart geschmort in samtiger Rahmsauce mit frischen Nockerln
Paprikás csirke ist ungarische Hausmannskost, wie sie gemütlicher kaum geht: Huhn mit Haut und Knochen schmort in einer Zwiebelbasis mit edelsüßem Paprika weich, am Ende macht Sauerrahm die Sauce samtig. Klassisch kommen Nockerln dazu, die den letzten Rest Sauce vom Teller holen. Ein Topfgericht für ganz normale Tage – ohne Schnickschnack, aber mit viel Geschmack.
Zutaten
- 1300 gHuhnganzes Huhn zerteilt oder Keulen, mit Haut und Knochen
- 3Zwiebelfein gehackt, als Grundlage glasig gedünstet
- 3 ELSchweineschmalzzum Andünsten; ersatzweise Öl, Entenschmalz oder Butter
- 2 ELPaprikapulverabseits der Hitze einrühren
- 1Spitzpaprikagewürfelt oder geviertelt mitgeschmort
- 1Tomategeschält und gewürfelt
- 250 mlWasserzum Ablöschen und Schmoren; ersatzweise Hühnerbrühe
- 200 gSauerrahmzum Abbinden der Sauce, temperiert einrühren
- 1 ELMehlmit dem Sauerrahm glattgerührt
- SalzFleisch vorsalzen, am Ende abschmecken
- Schwarzer Pfefferfrisch gemahlen
- 2 ZehenKnoblauchzerdrückt, kurz mitgedünstet (optional)
- ½ TLScharfes Paprikapulverfür Schärfe (optional)
- 1 BundPetersiliefein gehackt, zum Bestreuen (optional)
Zubereitung
- Das Huhn zerteilen (oder Keulen verwenden), die Stücke trocken tupfen und rundum salzen. Die Zwiebeln sehr fein hacken, die grüne Paprikaschote und die geschälte Tomate würfeln.
- Das Schweineschmalz in einem Schmortopf erhitzen und die Zwiebeln darin bei mittlerer Hitze glasig bis leicht goldgelb dünsten. Wer mag, gibt den zerdrückten Knoblauch erst ganz zum Schluss dazu und lässt ihn nur kurz mitziehen.
- Den Topf vom Herd ziehen und das edelsüße Paprikapulver (nach Wunsch zusammen mit dem scharfen) einrühren, damit es nicht bitter wird. Sofort mit etwas Wasser ablöschen.
- Die Hühnerteile, die Paprikaschote und die Tomate in den Topf geben, mit dem restlichen Wasser oder Hühnerbrühe angießen, salzen und pfeffern.
- Zugedeckt bei kleiner Hitze etwa 35–40 Minuten schmoren, bis das Fleisch weich ist. Zwischendurch wenden und nur bei Bedarf wenig Wasser nachgießen.
- Den Topf von der Hitze nehmen und den Sud kurz beruhigen lassen.
- Den Sauerrahm mit dem Mehl klümpchenfrei verrühren und löffelweise heißen Sud unterrühren, bis die Mischung temperiert ist.
- Die Rahmmischung zurück in den Topf geben, vorsichtig verrühren und bei schwacher Hitze 3–4 Minuten binden lassen – die Sauce darf nicht mehr kochen.
- Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit frischen Nockerln servieren, nach Wunsch mit einem Klecks Sauerrahm und gehackter Petersilie garniert.
Tipps und Varianten
Statt eines ganzen Huhns kannst du nur Ober- und Unterkeulen oder gewürfelte Hähnchenbrust ohne Haut nehmen; beim Fett hast du die Wahl zwischen Schweineschmalz, Pflanzenöl, Entenschmalz oder einer Butter-Öl-Mischung. Wer ohne Mehl arbeiten will, schwenkt den Sauerrahm einfach unter und lässt die Sauce 4–5 Minuten sanft köcheln. Damit die Fleischstücke nicht zerfallen, hebst du sie vor dem Abbinden heraus und legst sie erst nach dem Einrühren des Rahms zurück – oder du schwenkst den Topf nur. Für eine kräftigere Sauce die Paprikaschote vor dem Abbinden entfernen und den Sud kurz einkochen. Es gibt auch eine rahmige Variante ohne Sauerrahm: Fleisch scharf anbraten und mit Speck, Tomatenmark, Sahne, Frischkäse und einem Spritzer Zitronensaft zur Sauce binden. Serviert wird klassisch mit Nockerln (galuska/nokedli) aus Mehl, Ei, Milch und Butter, aber Nudeln oder Reis passen genauso.
Allergene
Enthält: Glutenhaltiges Getreide, Milch (einschließlich Laktose)
Die Angaben ergeben sich aus der Zutatenliste dieses Rezepts. Fertigprodukte und Marken können weitere Allergene enthalten — bitte prüfe die Verpackungen selbst.
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